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Das Atherton Tableland

Das Atherton Tableland ist ein Gebiet, das einzigartig innerhalb Australiens und vielleicht sogar der Welt ist. Was es so besonders macht, ist die Kombination von geographischer Lage in den Tropen, seine Meershöhe von 350 bis 1200 Metern und vulkanische Aktivität, welche große Teile seiner Landschaft geprägt hat.

Dieses Gebiet ist ein Hochland, das sich, getrennt durch eine Steilstufe, parallel zur Küste auf der Höhe Innisfail - Cairns - Port Douglas erstreckt. Es reicht bis zu 80 km ins Landesinnere. Streng genommen handelt es sich um drei Plateaus unterschiedlicher Meereshöhe, weshalb häufig auch der Name "Tablelands", also Plural, verwendet wird.

Die "Mitte": Von Atherton bis Millaa Millaa

Das von basaltischen Vulkanen überprägte Central Atherton Tableland mit den Orten Atherton, Walkamin, Tolga, Yungaburra, Malanda und Millaa Millaa liegt auf einer Höhe von 600 – 900 Meter und ist der touristisch interessanteste Teil des Hochlandes.

Hier findet man dichten Hochlandregenwald, skurrile Feigenbäume, Kraterseen, Wasserfälle, grünes Weideland, weltweit die einzige Milchwirtschaft in den Tropen und historische Orte. An landwirtschaftlichen Produkten werden in erster Linie Kartoffeln, Mais, Erdnüsse, Zuckerrohr, Avocados, Bananen, Kaffee und Tee angebaut.

Der Norden: Mareeba / Julatten Tableland

Das nach Norden angrenzende, etwa 350 bis 500 Meter hoch gelegene Mareeba / Julatten Tableland ist weniger spektakulär, obgleich auch hier schöne Sehenswürdigkeiten liegen, wie die Emerald Creek Falls, Davies Creek Falls, der Granite Gorge Naturpark und das Mareeba Heritage Museum.

Neben den Orten Mareeba, Dimbulah, Mount Molloy und Julatten nimmt Kuranda eine touristische Sonderstellung ein. Dieser Ort liegt am äußersten Rand des Mareeba Tablelandes und genießt durch die Anbindung an die Küste mit der Kuranda Scenic Railway und der Skyrail Regenwald-Gondelbahn die größten Besucherzahlen.

Die an und für sich sehr trockene Gegend um Mareeba und Dimbulah wird vom südlicher gelegenen Tinaroo Dam mit Beregnungswasser versorgt und weist weite Flächen an Zuckerrohr-, Bananen- Kaffee- Kürbis-, Wassermelonen- und Mangoplantagen auf. Früher wurden hier auch Reis, Tabak und Malaleuca (Teebaumöl) angebaut.

Der Süden : Ravenshoe und Herberton

Das Evelyn Tableland im Süden ist mit 1000 – 1200 Metern der höchstgelegene Teil der Atherton Tablelands. Es ist kein Wunder, dass man hier Queenslands höchstgelegene Straße (1143 Meter) und im höchstgelegenen Ort Ravenshoe (920 Meter) das höchstgelegene Pub und die höchstgelegene Bäckerei findet.

Herberton, der älteste Ort auf den Tablelands, liegt nur wenige Meter niedriger. Bis 1978 lebte Herberton von der Zinngewinnung, und Ravenshoe war bis 1988 die letzte Domäne der Holzgewinnung, bevor die dortigen Regenwälder als Weltnaturerbe unter den Schutz der UNESCO gestellt wurden.

Auf dem lockeren vulkanischen Boden im trockenen Teil des Evelyn Tablelandes gedeihen heute Kartoffeln, Mais und Erdnüsse, während im feuchteren Teil tausende von Milchrindern auf saftigen Weiden gehalten werden.

Vielseitige Atherton Tablelands

Bei so unterschiedlicher Meereshöhe, unterschiedlicher Distanz von der Küste, der daraus resultierenden unterschiedlichen Niederschlagsmengen, und der teileweisen Überprägung des unfruchtbaren Bodens durch relativ jungen basaltischen Vulkanismus, ist die Vielseitigkeit der Atherton Tablelands an Landschaftsformen, Klimaten, Fauna und Flora nicht verwunderlich.

So hat Millaa Millaa den Ruf, 200 Tage im Jahr im Regen oder in den Wolken zu stecken, während der nur 60 km entfernte Ort Mareeba damit wirbt, 300 Sonnenscheintage im Jahr zu haben. Millaa Millaa erhält etwa 300 cm Niederschlag im Jahr, Atherton 130 cm und Mareeba 75 cm.

Die 125 cm Regenfall-Linie markiert die äußerste Verbreitung des Regenwaldes nach Westen. Dabei ist die Übergangszone vom dichten Regenwald zum offenen, trockenen Eukalyptuswald oft nur 200 Meter breit, wie dies bilderbuchhaft am Zugangsweg zum Hypipamee Crater zu beobachten ist.

Skurrile Regenwaldbäume

Zu den skurrilsten Regenwaldbäumen zählen die Würgefeigen Curtain Fig Tree bei Yungaburra und Cathedral Fig Tree im Danbulla State Forest, welche zu den interessantesten Attraktionen auf dem Tableland gehören. Sehr eindrucksvoll sind auch die Twin Kauri Pines, zwei gigantische Vertreter der wenigen Baumarten, die weit über die geschlossenene Krone des Regenwaldes hinauswachsen.

Der Ort Ravenshoe liegt an der Scheide zwischen dem Regenwald und dem Savannenland. Entsprechend kommen im Umkreis von 10 km um Ravenshoe alle Regenwaldtiere, wie Cassowaries (Kasuare), Baumkänguruhs und Pademelons (kleine Regenwald-Känguruhs), als auch die Tiere der Savanne, wie Emus, Bustards, Grey Eastern Kangaroos, Wallaroos, Agile Wallabies, Koalas, und zwölf verschiedene Possumarten vor.

Erfrischende Tempertaturen auch im Sommer

Die Temperaturen auf den Tablelands liegen generell 5 bis 10 Grad niedriger als an der Küste. Minusgrade an besonders kühlen Wintermorgen sind ganz normal. Auf dem Evelyn Tableland muss man sich auf Temperaturen bis zu minus 10 Grad an Wintermorgen einstellen, bei Tagestemperaturen von 15 bis 25 Grad.

Trotz der geographischen Lage in den Tropen halten sich die Bewohner auf den Tablelands über die Wintermonate Anfang Mai bis Ende September abends mit Heizungen warm.

Land der Vulkane

Viele der touristischen Attraktionen haben eine direkte Verbindung zu dem basaltischen Vulkanismus, welcher weite Teile der Atherton Tablelands überprägt hat. Dazu zählen die Exlosionskrater des Lake Echam, Lake Barrine, Lake Euramoo und Bromfield Swamp als auch die beliebten Wasserfälle Millaa Millaa Falls, Zillie Falls, Ellinjaa Falls und Millstream Falls, welche über Kliffs aus Basaltsäulen fließen.

Diese vulkanische Aktivität, welche zwischen ca 10 Tausend und 3 Millionen Jahre stattfand, brachte auch die Schildvullkane Bones Knob, Hallorans Hill, Lamins Hill, Windy Hill und die Tuffkegel der Sevens Sisters hervor. Schokoladenbraune, fruchtbare Erde als Verwitterungsprodukt der basaltischen Lava ist heute die Grundlage für eine intensive Landwirtschaft.

Der Hypipamee Crater ist ein geologisches Unikum, dessen Entstehung umstritten ist. Es ist eine zylindrische Röhre mit ca 60 m Durchmesser und 140 m Tiefe, wovon ca 80 Meter mit Wasser gefüllt sind. Es gibt keine vergleichbare natürliche Struktur auf der ganzen Welt.

Tolle Aussichten

Den besten Rundblick über das zentrale Atherton Tableland hat man vom Millaa Millaa Lookout (Mc Hugh Lookout) aus 1070 m Höhe. Der Blick reicht bei guter Sicht ca 50 km hinunter an die an die Küste bei Innisfail und ca 100 km nach Norden.

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